Investieren für Anfänger: 12 Tipps für Deinen perfekten Start

Du hast Angst, beim Investieren etwas falsch zu machen, oder Dein ganzes Geld zu verlieren? Du denkst, Investieren in Aktien und ETFs ist nur etwas für Reiche? Dann kann ich Dich beruhigen. Es ist wirklich für jede:n etwas, auch für Dich.

Hier habe ich 12 Tipps für Dich, die Dir beim Investieren für Anfänger und Anfängerinnen super helfen.

Inhalt

Die wichtigsten Informationen für Anfänger, um mit dem Investieren zu starten

  • Geld anlegen ist für Anfänger und Anfängerinnen heutzutage sehr einfach.
  • Je früher Du startest, desto besser ist es.
  • Als Altersvorsorge (langfristige Geldanlage) kannst Du breit gestreut in ETFs investieren. Das ist einfach und Du hast wenig Arbeit damit.
  • Bleib gelassen, wenn Dein Depot ins Minus rutscht und investiere weiterhin regelmäßig.

1. Tipp: Jede:r kann das Investieren lernen, auch Du

Oft kursiert noch der Mythos “Ohne Finanzberater geht es nicht”. Aber Achtung: Leider sind diese auch nur Verkäufer, die an Dir verdienen wollen.

Heute kann aber wirklich jede:r Aktien und ETFs ganz einfach selber handeln. Und das solltest Du auch unbedingt tuen. Es geht schließlich um Dein Geld.

Es ist jedoch wichtig, dass Du verstehst in was Du investierst, sodass Du jeder Zeit selbst handeln kannst und Dein Geld nicht verlierst. Das Investieren an der Börse ist gar nicht so schwer zu verstehen, wie Du vielleicht gerade denkst. Wenn Du langfristig Vermögen mit ETFs aufbauen willst, lese gerne meinen Artikel dazu: Was sind ETFs?

Auch bei teuren Lebensversicherungen solltest Du genau verstehen, wie Dein Geld angelegt wird. Das erklärt Dir die beratende Person nur leider oft nicht im Detail.

Da Du nun richtigerweise Deine Finanzen selber regeln möchtest, ist es umso wichtiger zu verstehen, was Aktien und ETFs sind und wie Du als Anfängerin und Anfänger Geld anlegen kannst. Es gibt sehr gute Finanzbücher, die vor allem für Einsteiger:innen geschrieben sind. Schau gerne einmal zu meinen Empfehlungen für Finanzbücher.

Aktien sind Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden. Es sind Unternehmensanteile.

ETFs bestehen aus vielen verschiedenen Aktien. Dadurch wird es sehr einfach breit zu investieren und damit Dein Risiko zu senken.

2. Tipp: Investiere nicht nur in eine einzige Aktie (Diversifikation)

Wie kannst Du Dein Risiko senken, damit Du nicht plötzlich alles verlierst? Ganz einfach. Indem Du in verschiedene Assetklassen investierst. Dazu zählen z.B. Aktien.

Assetklassen, auch Anlageklassen, sind die unterschiedlichen Arten von Geldanlagen. Beispiele sind Aktien, Immobilien Kryptowährungen, oder Edelmetalle.

Hier legst Du Dein Geld aber auch nicht nur in eine Aktie an, sondern in sehr viele verschiedene Aktien, die aus unterschiedlichen Ländern und Branchen stammen. Genau das bieten Dir breit gestreute ETFs, wie z.B. ein MSCI World ETF. Das nennt man dann diversifizieren.

Auch kannst Du einen kleinen Anteil in Edelmetalle, wie Gold anlegen. Hier würde ich eher auf physische Barren, oder Münzen setzen und nicht auf Aktien, oder ETFs. Gold stabilisiert Dein Portfolio meistens nur und liefert keine nennenswerten Gewinne.

Dein Portfolio besteht aus allen Vermögenswerten, die Du besitzt. Also z.B. Dein Geld auf dem Girokonto, Deine Aktien, Deine ETFs, Deine Immobilien.

Eine sehr riskante Assetklasse sind Kryptowährungen. Wenn Dich das Thema interessiert, kannst Du auch hier einen kleinen Anteil investieren.

Durch diese Aufteilung Deines Geldes in verschiedene Assetklassen, streust Du Dein Risiko. Denn wenn beispielsweise ein Unternehmen bankrottgehen sollte, bist Du immer noch in genügend Andere investiert. Diese fangen den Verlust auf.

3. Tipp: Wähle eine Strategie, die zu Dir passt

Es ist wichtig eine Strategie beim Investieren zu haben. Diese kann sich im Laufe der Zeit natürlich ändern. Es gibt beispielsweise Investoren und Investorinnen, die eine Dividenden-Strategie verfolgen.

Dividenden sind Ausschüttungen, die von manchen Unternehmen gezahlt werden. Diese können monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, oder jährlich ausgezahlt werden.

Dann gibt es Andere, die eine Aktie einmal kaufen und dann langfristig halten. In der Krypto-Welt nennt man das auch spaßhaft: “hoddeln”. 

Wie findest Du jetzt die richtige Anlage-Strategie für Dich?

Stell Dir zunächst ein paar Fragen. Was willst Du mit der Geldanlage erreichen? Wie viel Zeit willst Du für die Recherche verwenden? Willst Du langfristig investieren, beispielsweise für die Altersvorsorge, oder kurzfristig, um Dir z.B. in 5 Jahren ein Auto kaufen zu können? Möchtest du passives Einkommen generieren?

Wenn Du Aktien besitzt, die Dividenden auszahlen, oder ausschüttende ETFs besitzt, erhältst Du damit passives Einkommen. Du musst also nicht aktiv dafür arbeiten, um Geld zu verdienen, Dein Geld arbeitet für Dich.

Das könnten mögliche Strategien für Dich sein:

Altersvorsorge

Wenn Du langfristig Geld anlegen möchtest, sind ETFs eine gute und vor allem zeitsparende Wahl. Der Anlagehorizont sollte mindestens 10 Jahre, besser 15 Jahre, sein. 

Du wählst am Anfang aus, in welche ETFs Du investieren möchtest. Dann kannst Du einen ETF-Sparplan anlegen. Danach beschäftigst Du Dich vielleicht einmal pro Jahr mit Deiner Geldanlage. Nämlich dann, wenn es ums Rebalancing geht.

Damit hast Du wenig Aufwand und sparst kontinuierlich fürs Alter, um die Rentenlücke zu verkleinern.

Kurzfristige Ziele

Für kurzfristige Ziele, wie eine Hochzeit, ein Auto, oder das Eigenheim, empfehle ich das Geld nicht an der Börse zu investieren.

Es kann sehr unerwartet zu einer Finanzkrise kommen und manchmal braucht der Markt dann viele Jahre um sich davon wieder zu erholen.

Wenn Du das Geld genau zu so einem Zeitpunkt benötigen solltest, müsstest Du Deine Anteile gegebenenfalls mit Verlust verkaufen.

Lege dieses Geld also besser auf ein Tagesgeldkonto, oder auf ein Festgeldkonto (hier bekommst du noch etwas mehr Zinsen, kommst aber auch erst nach Ablauf der festgelegten Zeit an Dein Geld).

Sparen für den Nachwuchs

Die Freude über die Geburt eines eigenen Kindes ist unbeschreiblich. Ein Kind kostet natürlich Geld und diese Kosten steigen mit dem Alter des Kindes.

Daher kann es Sinn machen, ab Geburt beispielsweise einen ETF-Sparplan anzulegen.

Dafür kannst Du z.B. ein Junior-Depot eröffnen. Oder Du sparst im eigenen Depot für den Nachwuchs. So mache ich das. Beides hat Vor- und Nachteile.

Bei der Variante mit Junior-Depot, bekommt Dein Kind mit erreichen des 18. Lebensjahres uneingeschränkte Verfügung über das Depot. Dafür hat das Ganze aber steuerliche Vorteile. Schau Dir für die Wahl des richtigen Anbieters gerne meinen Junior Depot Vergleich an.

Dividenden-Strategie

Einige Unternehmen schütten Dividenden aus. Auch bei ETFs gibt es ausschüttende und thesaurierende Varianten. Bei den thesaurierenden ETFs werden die Ausschüttungen gleich wieder reinvestiert, daher sind sie für eine langfristige Strategie, wie die für die Altersvorsorge, zu empfehlen. 

Wenn Du aber vorhast monatliches Einkommen zu erzielen, ist die Dividenden-Strategie hervorragend dafür geeignet.

Die Unternehmen schütten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus, beispielsweise monatlich, oder halbjährlich. 

Meist musst Du hier jedoch hohe Summen investieren, um von dieser Strategie leben zu können.

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4. Tipp: Starte lieber heute als morgen

Beim Investieren macht es immer Sinn, so früh wie möglich zu starten. Vielleicht machst Du Dir Gedanken, wann der beste Einstiegszeitpunkt ist? Oder wann die Kurse am niedrigsten stehen? So findest Du immer wieder Ausreden für Dich selber, warum Du noch nicht investiert hast.

Es ist aber so: Der beste Zeitpunkt mit dem Investieren zu starten ist immer jetzt!

Morgen hast Du schon wieder einen Tag verloren, an dem Dein Geld für Dich arbeiten hätte können.

Starte am besten gleich, indem Du hier weiter liest: Was ist ein  ETF?

5. Tipp: Verwende nur das Geld, das Du wirklich nicht benötigst

Nimm auf keinen Fall einen Kredit auf, um in Wertpapiere zu investieren. Das macht überhaupt keinen Sinn. Die Negativzinsen, die Du auf den Kredit zahlst, verschlingen Deine Gewinne.

Auch ist es ratsam nur das Geld anzulegen, das Du wirklich in den nächsten 5 bis 10 Jahren nicht mehr benötigst. Für finanzielle Notlagen, wie z.B. plötzliche Arbeitslosigkeit, hast Du Deinen Notgroschen auf der Seite (3-6 Nettomonatsgehälter).

Im schlimmsten Fall müsstest Du Deine Wertpapieranteile verkaufen und das ist immer mit Kosten verbunden.

6. Tipp: Du brauchst Geduld mit Deiner Geldanlage

Mit dem Vermögensaufbau ist es wie mit dem wachsen eines Baumes. Am Anfang dauert es lange, bis aus dem Samen ein Pflänzchen entsteht. Danach dauert es noch einmal viel länger, bis aus dem Pflänzchen ein etwas größerer und stärkerer Stamm mit mehr Blättern gewachsen ist. Nach vielen Jahren steht da aber ein mächtiger Baum, den nichts mehr erschüttert.

So kannst Du Dir Geld anlegen für Anfänger und Anfängerinnen vorstellen. Am Anfang muss der Samen reifen, Du informierst Dich, wie Du als Anfängerin und Anfänger investieren kannst. Dann startest Du einen monatlichen Sparplan (Pflänzchen). Nach ein paar Jahren hat sich eine hübsche Summe angespart (junger Baum). Nach 20 oder 30 Jahren hast Du ein Vermögen aufgebaut mit dem Du besten Gewissens in den Ruhestand gehen kannst und Deine Rentenlücke schließt.

7. Tipp: Warum kurzfristige Verluste dazu gehören und wie Du damit umgehst

An der Börse herrscht ein einziges auf und ab. Bei fallenden Kursen verkaufen Anleger:innen oft panisch ihre Aktien- oder ETF-Anteile, um schlimmere Verluste zu begrenzen.

Dich interessieren Kursschwankungen nicht, da Du Dein Geld langfristig anlegst. Du besparst weiter regelmäßig Deine Wertpapiere und lehnst Dich in Ruhe zurück. So kaufst Du auch immer wieder bei niedrigen Kursen nach.

Die weltweite Wirtschaft hat sich langfristig gesehen immer nach oben entwickelt. Und das ist auch wichtig, wenn so kann auch Dein Vermögen mit wenig Aufwand langfristig mitwachsen. Die stärke der Wirtschaft wird  am Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemessen. Hier mal eine Grafik des weltweiten BIPs von 1980 bis 2022 mit Prognosen bis 2028:

wetweites BIP von 1980 bis 2028

Weltweites Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen von 1980 bis 2022 und Prognosen bis 2028; Quelle: statistika.de

Es macht auch keinen Sinn Deine Anteile bei fallenden Kursen zu verkaufen und bei steigenden wieder zu kaufen, aus folgenden Gründen:

  1. Wirklich niemand weiß, wann der Tiefpunkt bzw. der Hochpunkt einer Aktie erreicht ist.
  2. Jeder Kauf und Verkauf (Transaktion) kostet Dich Gebühren.
  3. Es ist stressfreier und besser das Geld liegen zu lassen. Nach einem Tief folgt immer ein Hoch und umgekehrt.

8. Tipp: Misstraue Angeboten, die Dir das schnelle Geld versprechen

Leider gibt es sehr viele Betrüger, die Dir ein großes und schnelles Vermögen für wenig Geld versprechen. Das sind alles Lügner, die Dein Geld nehmen, um selber reich zu werden.

Das geht nicht von heute auf morgen. Nur durch Disziplin und Durchhaltevermögen, kannst Du Dir langfristig ein Vermögen aufbauen

9. Tipp: Versuche nicht zu Spekulieren

Du kennst vielleicht die Geschichte eines Bekannten, der beim Spekulieren an der Börse unglaublich viel Geld verdient hat. Oder die Freundin eines Freundes, die mit Bitcoin reich geworden ist? Natürlich gibt es diese Menschen, sie sind nur leider die absolute Ausnahme.

Spekulieren bedeutet, dass Du Aktien kaufst, um sie zeitnah mit Gewinn wieder verkaufen zu können.

10. Tipp: Nutze den Zinseszinseffekt

Viele Anleger:innen kennen zwar den Begriff, unterschätzen aber die Wirkung des Zinseszinseffekts. Albert Einstein sagte seiner Zeit einmal: “Wer den Zinsenzinseffekt verstanden hat, verdient das Geld und die anderen zahlen dafür”.

Du legst Geld an und willst damit Geld verdienen. Das ist gemeint mit “Geld für Dich arbeiten lassen”. Durch den Zinseszinseffekt gelingt das viel schneller und besser.

Die zwei wichtigsten Faktoren sind dabei Zeit und das eingesetzte Kapital. Um das wichtige Prinzip zu verstehen, hier einmal ein Beispiel für den einfachen Zins, also, wenn Du Dir die Zinsen immer auszahlen lässt und nicht wieder anlegst. 

Jahre

Gesamtinvestment in dem Jahr

Zinsen p.a.

Endsumme

1.

100€

5%

105€

2.

200€

5%

210€

5.

500€

5%

525€

10.

1.000€

5%

1.050€

20.

2.000€

5%

2.100€

30.

3.000€

5%

3.150€

40.

4.000€

5%

4.200€

In dem Beispiel wird jedes Jahr 100€ insgesamt investiert. Im ersten Jahr sind das also 100€, im 2. 200€, im 3. 300€, usw.. Die jährlichen Zinsen sind im 1. Jahr 5€, im 2. Jahr 10€, im 3. Jahr 15€, usw.. Nach 40 Jahren hast Du so insgesamt 4.000€ investiert und erhältst dafür 200€ Zinsen.

Und jetzt das gleiche Beispiel mit dem Zinseszinseffekt. Also, wenn Du die Zinsen zusätzlich zu Deinem Investment von 100€ jährlich wieder investierst.

Jahre

Gesamtinvestment in dem Jahr

Zinsen p.a.

Endsumme

1.

100€

5%

105€

2.

205€

5%

215,25€

5.

552,5€

5%

580,2€

10.

1.257,8€

5%

1.320,7€

20.

3.306,6€

5%

3.471,9€

30.

6.643,9€

5%

6.976,1€

40.

12.079,9€

5%

12.684€

Du siehst also, welche enormen Auswirkungen dieser Effekt auf Deine Endsumme hat. Nach 40 Jahren macht der Zinseszinseffekt, im Vergleich zum einfachen Zins einen Unterschied von 8.484€ (12.684€ –  4.200€) aus.

Daher macht es Sinn, Gewinne wieder zu reinvestieren, damit das eingesetzte Kapital wächst und damit auch die Gewinne steigen. Thesaurierende ETFs reinvestieren die Ausschüttungen automatisch.

Du siehst auch, dass der Faktor Zeit entscheidend ist. Daher ist es so wichtig, frühzeitig mit dem Investieren zu beginnen, auch wenn es am Anfang nur geringe Beträge sind.

11. Tipp: Überprüfe Deine Anlagestrategie regelmäßig

Vor ein paar Jahren war das Sparbuch noch rentabel, heute sind es ETFs. Was ist morgen?

Beim Investieren ist es wichtig mit der Zeit zu gehen. Halte nicht an veralteten Anlagestrategien fest, nur weil Du nichts anderes kennst. Sei offen für Neues, aber informiere Dich immer selbst im Vorfeld.

Ab und an ist es sinnvoll Dein Portfolio zu Rebalancing (ursprüngliche Gewichtung wiederherstellen) und in diesem Zuge auch Deine Strategie zu überprüfen. Was das genau ist und wie es funktioniert kannst Du in diesem Artikel lesen: Rebalancing.

12. Tipp: So könntest Du starten

Das Investieren für Anfänger und Anfängerinnen ist durch ETFs um ein Vielfaches einfacher geworden. Jetzt fragst Du Dich bestimmt, welche ETFs für Anfänger und Anfängerinnen geeignet sind und wie Du vorgehen solltest.

Hier ist eine kurze Anleitung zu Deiner Geldanlage:

  1. Festlegen der Sparrate: Wie viel Geld kannst Du jeden Monat sparen? Überdenke Deine Ausgaben. Benötigst Du wirklich jeden Monat 5 Paar neue Schuhe, oder reichen vielleicht auch 2 Paar? Je höher Deine monatliche Sparrate ist, desto schneller baut sich Dein Vermögen auf.
  2. ETF Wahl: Um Dein Risiko zu senken, ist es empfehlenswert, in breit gestreute ETFs zu investieren. Das bedeutet, dass sie in viele Länder und Branchen gleichzeitig investieren. Beispiele sind hierfür ein MSCI World ETF, oder der FTSE-All-World ETF. Lese auch gerne meinen Artikel zu ETFs.
  3. Depot eröffnen: Du suchst Dir einen passenden Anbieter aus, bei dem Du Dein Online-Depot eröffnest. Dieses benötigst Du, um ETFs kaufen und verkaufen zu können. Bei den Anbietern Scalable Capital*, oder Trade Republic*, kannst Du kostenlose ETF-Sparpläne anlegen. Das machst Du einmal und dann wird automatisch regelmäßig Dein Geld investiert. Um den richtigen Anbieter für Dich zu finden, schau Dir gerne meinen Broker Vergleich 2024 an.
  4. Das Geld für Dich arbeiten lassen: Jetzt kannst Du Dich zurücklegen und zusehen, wie Dein Vermögen wächst. Es macht Sinn Deine Sparrate im Laufe des Lebens immer weiter nach oben zu korrigieren, beispielsweise nach einer Gehaltserhöhung.

Investieren für Anfänger: Wichtige Begriffe einfach erklärt

Was ist eine Aktie?
Eine Aktie ist ein Wertpapier, dass an der Börse gehandelt wird. Durch den Kauf einer Aktie, kauft man so zu sagen ein kleines Stück des Unternehmens. Damit erhält man bei vielen Aktien auch ein Stimmrecht. Man wird zum Aktionär.
Was ist eine Anleihe?
Anleihen sind Wertpapiere, die dem Besitzer Zinsen einbringen. Sie werden auch Schuldverschreibungen genannt und sind meist auf eine gewisse Laufzeit festgelegt. Bekannt sind Staats-Anleihen. Hier leiht man dem Staat also Geld und bekommt dafür einen gewissen Zinssatz.
Was ist ein Wertpapier?
Es gibt unterschiedliche Arten von Wertpapieren, diese sind: Aktien, Anleihen, Zertifikate, Optionsscheine, Fonds und ETFs. Wertpapiere halten den Unternehmensanteil oder das Schuldverhältnis schriftlich fest.
Was ist ein Fonds?
In einem Fonds sind viele unterschiedliche Aktien enthalten. Damit kann man durch den Kauf eines Wertpapiers gleichzeitig in verschiedene Unternehmen investieren. Ein Fonds wird immer von einem Fondsmanager aktiv geführt.
Was ist ein ETF?
Ein ETF (Exchange Traded Funds) bildet einen Aktienindex nach. In ihm sind, wie bei einem Fonds, viele verschiedene Aktien enthalten. Der Unterschied ist, dass die Wahl der Aktien ein Algorithmus vornimmt. Damit investierst Du passiv und nicht aktiv, wodurch ETFs günstiger sind.
Was ist ein Aktienindex?
Es ist eine Kennziffer, welche die Kursentwicklung von Aktien darstellt. Jeder Index hat verschiedene Aktien enthalten. Bekannte Indizes sind der Dax, der MSCI World oder der S&P 500.
Was ist die Börse?
An der Börse können Handelsobjekte gehandelt werden. Es ist also ein Handelsplatz an dem Du z.B. Aktien kaufen und verkaufen kannst.
Was ist ein Portfolio?
Dein Portfolio besteht aus allen Vermögenswerten, die Du besitzt. Also z.B. Dein Geld auf dem Girokonto, Deine Aktien, Deine ETFs, Deine Immobilien. Je mehr verschiedene Vermögenswerte Du besitzt, desto diversifizierter ist Dein Portfolio.
Was bedeutet diversifiziert?
Das ist nur ein anderes Wort für ausweiten. Es heißt also, dass du dein Geld nicht nur in eine Assetklasse setzt, sondern in verschiedene. Du streust damit dein Risiko.
Was ist eine Assetklasse?
Assetklassen sind die unterschiedlichen Arten von Geldanlagen. Beispiele von Assetklassen sind Aktien, Immobilien, oder Kryptowährungen.
Was ist ein Broker?
Bei einem Broker kannst Du ein Depot eröffnen. Er führt für Dich Finanztransaktionen durch. Er ist also ähnlich wie eine Bank. Oft sind bei Online-Brokern die Gebühren geringer.
Was ist eine Order?
Eine Order setzt man bei seinem gewünschten Anbieter, um ein Wertpapier zu kaufen, oder zu verkaufen. Es ist also ein Kauf- oder Verkaufsauftrag. Der Anbieter kann ein Online-Broker oder eine Bank sein.
Was ist ein Depot?
Du benötigst ein Depot, um an der Börse handeln zu können. Es ist quasi wie Deine digitale Geldbörse, oder Dein Girokonto, nur dass hier Deine Wertpapiere enthalten sind.
Was ist Volatilität?
Im Grunde bezeichnet man damit die Kursschwankungen. Eine Aktie kann jetzt 100€ wert sein, und eine Minute Später 95€. Man sagt je volatiler die Geldanlage ist, desto mehr Rendite kann man erzielen. Denn das Risiko steigt mit der Volatilität.
Was ist die Rendite?
Die Rendite ist eine wichtige Kenngröße für Dich. Sie gibt Dir Deinen prozentualen Gewinn oder Verlust an. Wenn Du z.B. 100€ investiert hast und eine Rendite von 5% erzielt hast, was heißt, dass der Wert deiner Aktie um 5% gestiegen ist, dann ist deine Aktie jetzt 105€ wert.
Was sind Dividenden?
Dividenden sind Ausschüttungen, die von manchen Unternehmen gezahlt werden. Diese können monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, oder jährlich ausgezahlt werden. Je mehr Aktien du von einem Unternehmen hast, desto höher werden deine Dividendenzahlungen, denn sie beziehen sich prozentual auf deine Aktienanteile.
Was ist ein Sparplan?
Einen Sparplan kannst Du bei deinem Anbieter einrichten, bei dem Du dein Depot hast. Sparpläne sind sehr praktisch, denn du richtest sie einmal ein und investierst dann automatisch, beispielsweise monatlich, oder in dem Intervall und mit dem Betrag, den Du festgelegt hast.
Was ist passives Einkommen?
Wenn Du Aktien besitzt, die Dividenden auszahlen, oder ausschüttende ETFs besitzt, erhältst Du damit passives Einkommen. Du musst also nicht aktiv dafür arbeiten, um Geld zu verdienen, Dein Geld arbeitet für Dich.
Was ist Rebalancing?
Wenn Du 2 ETFs hast, gewichtest Du einen z.B. mit 70% und den anderen mit 30% in Deinem Portfolio. Innerhalb eines Jahres schwanken die Kurse dieser ETFs. So kann auch die Gewichtung z.B. dann 65% zu 35% sein. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Gewichtung nennt man Rebalancen.
Was ist die Replication?
Bei ETFs gibt es die synthetische und die physische Replication. Bei der synthetischen Variante, bildet der ETF den Index über ein Tauschgeschäft mit der Bank nach. Daher wird sie auch swap-basiert genannt. Bei der physischen Variante, wird der Index 1:1 nachgebaut. Das wird auch vollständig replizierend genannt.
Was ist der Zinseszins?
Wenn Du 100 € für ein Jahr anlegst und dafür 5% Zinsen bekommst, hast Du am Ende 105€. Wenn Du Dir die 5€ Gewinn nicht auszahlen lässt, sondern sie wieder anlegst, und im nächsten Jahr wieder 5% Zinsen erhältst, bekommst du am Ende des Jahres 5,25€ Gewinn, anstatt der 5€.
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Fazit: So geht Investieren für Anfänger und Anfängerinnen

Da die gesetzliche Rente später einmal nicht ausreichen wird, um Deinen Lebensstandard zu halten, lautet das Gesetzt der Stunde: Du solltest selber vorsorgen.

Suche Dir als solide Grundlage 1 bis 2 breit gestreute ETFs und investiere monatlich per Sparplan Dein Geld in diese. Nur wenn Du eine Routine entwickelst, wird Sparen für Dich zu einer Gewohnheit, über die Du nicht mehr nachdenkst.

Mit der Zeit baut sich Dein Vermögen so kontinuierlich auf und Du bist in der Zukunft finanziell abgesichert.

Häufig gestellte Fragen

Am einfachsten ist der Einstig in den Wertpapierhandel mit dem Kauf von ETFs für Anfänger und Anfängerinnen. Achte darauf, dass der ETF breit gestreut ist (d.h. in viele verschiedene Aktien unterschiedlicher Länder und Branchen).

Bei vielen Anbietern kannst Du schon ab 1€ monatlich in Aktien und ETFs investieren. Damit baust Du natürlich kein Vermögen auf, Du bekommst jedoch ein Gefühl für die Wertpapiere und kannst Deine Sparrate dann steigern.

Es bezeichnet Kosten, die entstehen, wenn Du in „falsche“ Wertpapiere investiert hast, oder falsch beraten wurdest. So zählen z.B. Abschluss und -Versicherungsprovisionen sowie zu hohe jährliche Kosten (TER) für einen Fonds mit schlechter Performance dazu.

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