Rentenlücke-Rechner: Wie kannst Du die Rentenlücke berechnen?

Wie kannst Du Deine persönliche Rentenlücke berechnen? Das interessiert viele von uns, denn wir arbeiten unser Leben lang und haben es uns dann auch verdient eine gute Rente zu beziehen.

In den meisten Fällen liegt die gesetzliche Rente jedoch weit unter den eigentlichen Erwartungen. Berechne hier, mit einem Rentenlücke-Rechner, wie groß Deine Rentenlücke sein wird. Erfahre auch, wie Du Deine Rentenlücke schließen kannst.

Inhalt

Was ist die Rentenlücke?

Wenn Du in Rente gehst, wird Dir voraussichtlich eine gesetzliche Nettorente gezahlt. Diese ist abhängig davon, wie viele Rentenpunkt Du während deiner Erwerbstätigkeit gesammelt hast.

Vermutlich wünscht Du Dir einen gewissen Betrag, den Du monatlich in der Rente zur Verfügung hast. Diese Wunschrente liegt meistens weit unter der gezahlten Nettorente. Die Differenz zwischen der gezahlten Nettorente und Deiner Wunschrente ist die Rentenlücke.

Diese Lücke führt dazu, dass Du Deinen Lebensstandart, den Du Dir erarbeitet hast, ab Renteneintritt nicht mehr aufrechterhalten kannst. Oder, dass Du weniger Geld zur Verfügung hast, als Du Dir für Deine Rente gewünscht hast.

Des Weiteren, geht die Geburtenrate immer weiter zurück und die Bevölkerung wird immer älter. Daher ist es gar nicht sicher, in welcher Höhe in 30 bis 40 Jahren Rente ausgezahlt wird.

Zum Glück gibt es einige und auch einfache Wege die Rentenlücke zu verkleinern, oder sogar zu schließen.

Höhe der Rentenlücke in Deutschland

Wie hoch wird die Rentenlücke sein, Quelle: finanzlocke.de

Wie hoch sollte die Rentenlücke sein?

Am besten natürlich so klein wie möglich. Je kleiner Deine Rentenlücke ist, desto eher kannst Du Deinen aufgebauten Lebensstandard in der Rente aufrecht erhalten.

Je früher Du Dich mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzt, desto besser. Denn wenn Du z.B. früh anfängst in ETFs zu investieren, um Deine Rentenlücke zu verkleinern, kann die monatliche Sparquote kleiner sein. Das hängt mit dem Zinseszinseffekt zusammen. Um so früher Du anfängst zu investieren, desto mehr greift dieser Effekt. Beim Finanzwissen für Anfänger kannst Du nachlesen, wie das genau funktioniert.

Wie rechnest Du die Rentenlücke aus?

Es gibt einige Faktoren, die Du bei der Berechnung der Rentenlücke mit einbeziehen solltest. 

  • Zunächst solltest Du wissen, wie hoch Dein voraussichtlicher Rentenanspruch sein wird. Also der Betrag, der Dir von der Deutschen Rentenversicherung gezahlt werden wird. Diesen findest Du, auf Deinem jährlichen Rentenbescheid.
    Wenn Du noch jünger als 27 Jahre alt bist, oder noch nicht mindestens 5 Jahre Rentenversicherungsbeiträge gezahlt hast, bekommst du diesen jährlichen Bescheid noch nicht. Du kannst dann diesen Rentenschätzer nutzen. 

  • Dann kannst Du noch Deine betriebliche Altersvorsorge, sowie private Renten- und Lebensversicherungen berücksichtigen, sofern Du so etwas besitzt. Nach Abzug der Steuern, die Du in der Rente zahlen müsstest, ergibt sich daraus Deine voraussichtliche Nettorente.

Deine Wunschrente ermittelst Du indem Du Dich beispielsweise an Deinem Nettogehalt orientierst. Beachte aber, dass durch Inflation die heutige Kaufkraft verloren geht. Außerdem wirst Du im Laufe Deines Lebens vermutlich einige Gehaltserhöhungen bekommen. Entscheidend ist Dein Lebensstandard kurz vor dem Renteneintritt. 

Jetzt kannst Du die Wunschrente von Deiner gesetzlichen Nettorente abziehen und weißt, wie viel Geld Dir monatlich fehlt.

Rentenlücke-Rechner

Die Differenz zwischen der voraussichtlichen, gesetzlichen Nettorente und Deiner persönlichen Wunschrente ist die Rentenlücke. Mit diesem Rechner von Finazfluss kannst Du sie berechnen und dann nach Strategien suchen, wie Du sie schließen kannst.

Eine Möglichkeit ist es, einen ETF-Sparplan anzulegen. Dabei sparst Du monatlich Geld, das Du dann in viele verschiedene Aktien (ETFs) gleichzeitig investierst. Dafür benötigst Du ein Wertpapierdepot bei einer Bank, oder einem Broker. Schau Dir für Deine Entscheidung gerne meinen Broker-Vergleich 2024 an.

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Kannst Du die Rentenlücke schließen?

Na klar kannst Du das! Wenn Du Dich früh genug mit dem Thema auseinandersetzt, kannst Du auch eine Strategie entwickeln, wie Du Deine Rentenlücke schließt, oder zumindest verkleinerst.

Du solltest aber selbst etwas dafür tuen und zwar am besten monatlich Geld sparen. Dieses investierst Du dann in einen ETF. Durch das Anlegen in Wertpapiere erzielst Du Rendite und vergrößerst damit Dein Vermögen. Das nutzt Du dann in der Rente, um Dir monatlich Geld auszahlen zu lassen. Also ein umgekehrter Sparplan (=Entnahmeplan).

Wenn Du die grundlegenden Begriffe, wie Rendite, oder Wertpapiere noch nicht ganz verstehst, ist das kein Problem. Jeder muss mal Anfangen und den Wortschatz erst lernen. Schau gern mal auf der Seite Investieren für Anfänger vorbei. Hier habe ich alle wichtigen Begriffe erklärt.

Wie kannst Du die Rentenlücke schließen?

Indem Du monatlich Geld investierst. Du solltest selbst dafür sorgen, dass Du in der Rente genug Geld hast. Dadurch wirst Du auch unabhängiger von der gesetzlichen Rentenzahlung und fühlst Dich sicherer.

Wie investierst Du also Dein Geld am besten?

Am einfachsten und sichersten ist es in breit gestreute ETFs zu investieren, wie den MSCI World, oder den FTSE All-World. Für die Altersvorsorge nutzt Du am besten thesaurierende ETFs, diese reinvestieren die Ausschüttungen wieder.

Wenn Du Deine Rentenlücke ermittelt hast, kannst Du zunächst mit diesem Entnahmerechner ermitteln, wie viel Vermögen Du bis zur Rente ansparen solltest.
Dafür wählst Du “Kapitalvermögen berechnen”. Als Annahme kannst Du eine jährliche Rendite von 5% annehmen. Die Steuern kannst Du auch gleich schon abziehen. Der jährliche Steuerfreibetrag, auf den Du keine Kapitalertragssteuer zahlst, liegt im Jahr 2024 bei 1.000€ (für Paare bei 2.000€). Wenn Du bei Rentendauer “endlos” wählst, bedeutet das, dass sich Dein Vermögen nicht verbraucht. Deine monatliche Entnahme ist also kleiner als die Rendite. Dein Vermögen kannst Du so z.B. Deinen Kindern vererben. Bei “Kapitalentnahme” gibst Du Deine monatliche Rentenlücke ein. Angenommen Deine Rentenlücke beträgt 800€ monatlich, dann sieht das so aus:

Entnahmerechner für Rentenlücke

Entnahmerechner für eine monatliche Entnahme von 800€, Quelle: zinsen-berechnen.de

Du benötigst also zum Renteneintritt ein Vermögen von ca. 260.000€, um Dir monatlich 800€ auszahlen zu können, ohne, dass Dein Vermögen sich verringert. Wenn Du annimmst, dass sich Dein Vermögen verbrauchen kann, benötigst Du weniger Vermögen. Probiere das gern mal beim Rechner aus.

Anschließend berechnest Du mit diesem Sparrechner, wie hoch Deine monatliche Sparquote sein sollte, um dieses Vermögen bis zu Deinem Renteneintritt aufzubauen.

Angenommen Deine Rentenlücke beträgt 800€ monatlich und Du bist 30 Jahre alt. Dann hast Du noch 37 Jahre bis zu Deiner Rente. Du wählst dann “Sparrate berechnen”. Bei “Endkapital” gibst Du Dein zuvor berechnetet Vermögen aus dem Entnahmerechner ein. In diesem Beispiel müsstest Du also einen monatlichen ETF-Sparplan von aufgerundet 260€ anlegen, um Deine Rentenlücke zu schließen. 

Sparrechner für Rentenlücke

Sparrechner für eine Vermögen von 260.000€, Quelle: zinsen-berechnen.de

Wie ermittelst Du Deine Wunschrente?

Du kannst Dir z.B. überlegen, wie hoch Deine Fixkosten sein werden. Wie viel Du also für die Miete, den Strom, die Heizung das Handy, das Auto usw. bezahlen musst. Dann kommen noch die flexiblen Kosten, wie für das Essen, oder Deine Freizeitaktivitäten dazu. Die Summe ergibt dann Deine Wunschrente.

Du kannst Dich natürlich auch an Deinem jetzigem Gehalt orientieren. Oder Du überlegst Dir, wie Du in der Rente leben willst, also mit mehr, oder weniger Geld, als Du jetzt zur Verfügung hast. 

Den Faktor Inflation solltest Du dann noch einbeziehen, denn in 30 bis 40 Jahren, wird das Geld nicht mehr die Kaufkraft von heute aufweisen. Das heißt, dass Du für das gleiche Geld weniger bekommst.

Wie gravierend dieser Aspekt ist, zeigt Dir dieser Inflationsrechner. In 35 Jahren sind, bei einer jährlichen Inflation von 3% 100€ nur noch knapp 1/3 wert. Daher ist es so wichtig früh mit dem Investieren zu beginnen und die eigenen Sparrate mit jeder Gehaltserhöhung zu steigern.

Inflationsrechner

Inflationsrechner für die Kaufkraft von 100€ in 35 Jahren, Quelle: finanzen-rechner.net

Wie viele Rentenjahre bekommst Du pro Kind?

Wenn das Kind vor 1992 geboren ist, können maximal 2,5 Jahre Kindererziehungszeit angerechnet werden. Umgangssprachlich wird das auch “Mutterrente” genannt, obwohl diese Zeit auch dem Vater angerechnet werden kann. Ist das Kind nach 1992 geboren, können sogar bis zu 3 Jahre Kindererziehungszeit angerechnet werden.

Wichtig ist, dass Du dafür einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen musst, um diese Zeit gutgeschrieben zu bekommen. Ehepartner können sich dann aussuchen, wem die Erziehungszeit angerechnet werden soll.

Ein Jahr Kindererziehung bringt ungefähr einen Rentenpunkt. Also wird Dir fast der, gemäß Deutscher Rentenversicherung, angenommene Durchschnittsverdienst aller Versicherten angerechnet. Derzeit bekommst Du damit pro Erziehungsjahr ca. 36€ pro Monat in der Rente.

Wie viel ist 1 Rentenpunkt wert?

Aktuell ist ein Rentenpunkt im Osten 37,60€ und im Westen 37,60€ wert (ab 31.12.2023). So viel bekommt man dann pro Rentenpunkt jeden Monat in der Rente ausbezahlt. 

Du erhältst einen Rentenpunkt pro Jahr, wenn Du das Durchschnittseinkommen der Deutschen verdient. Dieses liegt derzeit, gemäß der Deutschen Rentenversicherung bei 45.358€ brutto im Jahr (für 2024). Erhältst Du mehr oder weniger Gehalt, bekommst Du anteilig dafür Rentenpunkt. Wenn Du also beispielsweise 35.011 € verdienst, bekommst Du für dieses Jahr 0,77 Rentenpunkt gutgeschrieben.

Rentenpunkte kaufen und früher in Rente gehen

Es ist möglich sich, ab einem Alter von 50 Jahren, Rentenpunkte zu kaufen, um in der Rente höhere monatliche Zahlungen zu erhalten.

2022 war der Durchschnittsverdienst der Deutschen gesunken. Dadurch war auch der Kauf von Rentenpunkten günstiger. Der Preis für einen Rentenpunkt orientiert sich nämlich immer am Durchschnittsgehalt. 

2023 ist der Durchschnittsverdienst der Deutschen wieder gestiegen und so  kostet ein Rentenpunkt im Westen ca. 8.436€ und im Osten ca. 8.320€ (2024). Das hört sich nach viel Geld an, aber ein Rentenpunkt ist ein sehr sicheres Investment.

Alternativ kannst Du das Geld in einen breit gestreuten ETF anlegen. Bei einem Investment in einen MSCI World ETF erhältst Du durchschnittliche eine Rendite von 7% und erzielst damit, bei einer langen Laufzeit, ein großes Vermögen. Mit diesem kannst Du Dir in der Rente monatlich Geld auszahlen lassen.

Aufgrund der Rentengarantie, kann der Wert eines Rentenpunktes nicht fallen. 

Mit einem ETF liegt die Rendite klar höher, dafür ist der Rentenpunkt ein sichereres Investment.

Fazit

Du siehst also, wie wichtig es ist Dich über die Rentenlücke zu informieren. Viele wissen nämlich gar nicht, dass es sie gibt und vor allem, wie groß sie ist. Mit einem Rentenlücke-Rechner kannst du Deine persönliche Rentenlücke berechnen. Tu das am besten gleich.

Mit einem ETF-Sparplan bei einem günstigem Online-Broker kannst Du diese Rentenlücke schließen, oder zu mindestens verkleinern.

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