Rebalancing: alles was Du wissen musst inkl. Rechner (0€)

Aktienkurse schwanken permanent. Im Laufe der Zeit verändern sich daher die prozentualen Anteile Deiner Wertpapiere. Durch Rebalancing stellst Du Deine ursprünglich gewählte Verteilung wieder her. Außerdem investierst Du damit antizyklisch und erhöhst so Deine Renditechanchen. Wie Rebalancing funktioniert, zeige ich dir in diesem Artikel.

P.S.: Denk dran Dir meinen kostenlosen Rebalancing Rechner zu sichern (siehe weiter unten). Dieser hilft Dir beim ETF Rebalancing mit Berechnung der zu kaufenden/verkaufenden Stückzahlen.

Inhalt

Für Eilige die wichtigsten Informationen über Rebalancing

  • Durch Rebalancing hast Du höhere Renditechancen
  • Du kontrollierst dadurch Deine Risikobereitschaft
  • Rebalancing bezeichnet die Umschichtung Deiner Portfolioanteile zur Widerherstellung Deiner gewählten Gewichtung
  • Du kannst zeitgesteuert (jährlich), oder wertabhängig (Abweichung von Deiner Gewichtung) rebalancen

Was ist Rebalancing?

Bevor Du in Wertpapiere (z.B. ETFs) investierst, überlegst Du Dir, wie viel Risiko Du bereit bist einzugehen. Du wählst also die Gewichtung Deines Portfolios. So legst Du beispielsweise folgende Gewichtung fest: 70% MSCI World ETF und 30% Emerging Markets ETF.

Als Portfolio wird der Bestand Deiner Wertpapiere bezeichnet. Also wie sich Dein Vermögen in die unterschiedlichen Anteile (z.B. Tagesgeld, ETFs, Aktien) aufteilt.

Nach einer gewissen Zeit hat sich die Gewichtung aufgrund der Kursentwicklungen dieser ETFs verändert.
Dadurch kann das Verhältnis z.B. bei 78% zu 22% liegen. Wenn Du jetzt durch
gezielte Käufe und Verkäufe Deiner ETF-Anteile Deine ursprünglich gewählte
Gewichtung von 70% zu 30% wiederherstellst, nennt man das Rebalancing.

Ich erkläre Dir, wie Du das machst, lies weiter.

Warum ist Rebalancing sinnvoll?

Risikokontrolle: Durch die Marktentwicklung passiert es häufiger, dass sich der Anteil der risikoreicheren Investments erhöht. Durch das Rebalancing Deines Portfolios stellst Du Deine gewählte Gewichtung wieder her. Damit resettest Du auch Deine Risikobereitschaft. Rebalancing ist also eine Art Risikokontrolle.

Antizyklisch: Wenn sich der Anteil Deiner Wertpapiere vergrößert indem die Kurse steigen, ist es gut möglich, dass sich diese Gewinne in der nächsten Marktphase wieder abbauen. Wenn Du durch Rebalancing Deine Anteile verkaufst, um die niedrigere Gewichtung wieder herzustellen, sicherst Du diese Gewinne. Ebenso kaufst Du Anteile Deiner anderen ETFs in Zeiten nach, in denen Die Kurse niedrig sind. In der nächsten Marktphase steigen die Kurse für gewöhnlich wieder. Dadurch erhöhen sich Deine Renditechanchen.

Die Rendite ist der Ertrag, den Dein angelegtes Kapital erwirtschaftet.

Disziplin: Als Privatanler:inn neigst Du vielleicht dazu, Dein Portfolio öfter einmal neu auszurichten und andere Wertpapiere kaufen zu wollen. Das Rebalancing Deiner ETFs hilft Dir dabei, Dich an Deine ursprünglich gewählte Strategie zu erinnern. Von Zeit zu Zeit macht es natürlich auch Sinn, diese Strategie anzupassen.

Wie funktioniert Rebalancing?

Bevor Du mit dem Investieren in Wertpapieren startest, überlegst Du Dir, wie hoch die Anteile für die einzelnen Bereiche sein sollen. Diese Aufteilung basiert auf Deiner Risikobereitschaft.

Beispielsweise könnte Deine Aufteilung so aussehen:

  • 15% Tagesgeld (Auf dieses Geld kannst Du jederzeit zugreifen. Es ist Dein Notgroschen)
  • 10% Einzelaktien
  • 70% ETFs
  • 5% Kryptowährungen

Beim Investieren in ETFs als Altersvorsorge gilt: je jünger Du bist, desto größer darf Deine Risikobereitschaft sein.

Da sich die Kurse unterschiedlichen entwickeln, weicht die tatsächliche Gewichtung nach einiger Zeit von Deiner gewählten Gewichtung ab.

Beim klassischem Rebalancing stellst Du Deine gewählte Portfolio-Gewichtung wieder her, indem Du die „zu stark“ gestiegenen Anteile verkaufst und die „zu schwach“ gestiegenen Anteile nachkaufst. Mein Rebalancing Rechner hilft Dir dabei die Stückzahlen zu ermitteln.

Bei jedem Verkauf werden Steuern fällig. Jede Transaktion (Kauf- oder Verkauf) kostet, je nach Bank bzw. Broker, evtl. Gebühren.

Beim Chashflow Rebalancing werden keine Anteile verkauft. Die Gewichtung wird wieder hergestellt, indem nur die „zu schwach“ gestiegenen Anteile nachgekauft werden. Auch für diese Strategie hilft Dir mein Rebalancing Rechner weiter.

kostenloser Rebalancing Rechner:

Um Dir die lästige Rechenarbeit abzunehmen, habe ich Dir einen Rebalancing Rechner gebaut. Dieser berechnet Dir, wie viele Stückzahlen Deiner ETF-Anteile Du kaufen, und wie viele Du verkaufen solltest.

Du könntest z.B. Deinen Sparplan für die nächste Ausführung auf den Geldbetrag für das Rebalancing anpassen. Oft sind die Gebühren für eine Sparplanausführung nämlich günstiger, als ein Einzelkauf.

Wenn Du lieber die Cashflow Rebalancing-Variante wählst, ist auch dafür eine Berechnung dabei. Diese zeigt Dir, wie viele ETF-Anteile bzw. wie viel Geld Du investieren musst, um die Gewichtung wieder herzustellen.

Der Rebalancing Rechner funktioniert für bis zu 5 unterschiedliche Wertpapiere. Hier ein kleiner Einblick, wenn Du 2 ETFs rebalancen möchtest (komm in meine kostenlose Facebook-Gruppe und wir finden deine individuelle Lösung):

Rebalancing Rechner_2 ETFs

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Rebalancing per ETF-Sparplan

Wahrscheinlich besparst Du Deine ETFs regelmäßig per Sparplan. Das ist auch sinnvoll, da ETF-Sparpläne bei vielen Anbietern kostenlos sind. Da ist es nur logisch, dass Du auch per Sparplan Deine ETFs rebalancen möchtest. Das ist beim Chashflow Rebalancing (Wiederherstellung der Gewichtung nur durch Nachkaufen) ganz einfach.

  1. Du ermittelst Dir einfach den Betrag, den Du benötigst, um die ursprüngliche Gewichtung wieder herzustellen. Hierbei hilft Dir Mein Rebalancing Rechner auch gerne weiter. Also wie viel Geld Du in die einzelnen ETFs investieren musst.
  2. Dann stellst Du Deinen Sparplan bei der nächsten Ausführung auf diesen Betrag um. Vergiss aber nicht, ihn danach wieder auf Deine Sparrate anzupassen.

Beim klassischen Rebalancing mit Kauf und Verkauf der Anteile, müsstest Du einen Entnahmeplan beim Anbieter einrichten, um die gewünschten Anteile verkaufen zu können. Da ist es vermutlich leichter diese per einmaligem Verkauf zu veräußern.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Es gibt zwei Ansätze, wann Du rebalancen solltest.

1. zeitgesteuertes Rebalancing

Beim zeitgesteuertem Rebalancing legst Du ein festes Rebalancing-Intervall für Dich fest. Nach diesem Zeitraum schichtest Du Dein Portfolio um und stellst Deine gewählte Gewichtung wieder her. Empfehlenswert ist das z.B. immer nach einem Jahr, oder halbjährlich. Dabei achtest Du nicht darauf, wie die Kurse zu diesem Zeitpunkt stehen. Du könntest z.B. immer am 28. Dezember rebalancen. Zwischen den Feiertagen findest Du bestimmt Zeit und startest so gut ins neue Jahr.

2. wertabhängiges Rebalancing

Beim wertabhängigem Rebalancing legst Du eine maximale Abweichung von der ursprünglichen Gewichtung fest, ab der Du umschichtest. Wenn Dein Portfolioanteil für Einzelaktien z.B. bei 15% liegt, kannst Du festlegen, dass Du ab einer Abweichung von +/-3% rebalancet. Wenn Dein Portfolioanteil für ETFs bei 70% liegt, macht es evtl. Sinn eine größere Abweichung zu wählen. Beispielsweise +/-10%.

Wie viel kostet Rebalancing?

Du solltest nicht vergessen, dass Rebalancing auch immer etwas kostet. Beim Verkauf von ETF-Anteilen und Aktien fallen immer Steuern an.

Beim Verkauf und Kauf von Anteilen kommen Transaktionsgebühren auf Dich zu. Diese sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Daher macht es Sinn, nicht zu oft umzuschichten. Empfehlenswert ist hier z.B. maximal einmal pro Jahr.

Fazit: Rebalancing erhöht Deine Renditechanchen

Rebalancing ist ein hervorragendes Mittel, um Dich z.B. einmal pro Jahr mit Deinen Finanzen zu beschäftigen. Du überprüfst Deine Anlagestrategie und stellst Deine persönliche Risikobereitschaft wieder her. Durch das antizyklische Investieren, erhöhst Du dadurch auch noch Deine Renditechancen. Mit meinem Rebalancing Rechner, bleibt Dir auch die lästige Rechenarbeit erspart.

Häufig gestellte Fragen

Rebalancing beschreibt die Umschichtung Deines Portfolios. Dadurch stellst Du Deine ursprünglich gewählte Gewichtung der einzelnen Assets (z.B. Tagesgeld, ETFs, Aktien) wieder her.

Ja, da es eine Risikokontrolle für Dich ist. Außerdem handelst Du dadurch antizyklisch, was Deine Renditechanchen erhöht. Außerdem fordert es von Dir Disziplin und Du beschäftigst Dich mit Deiner Geldanlage.

Es gibt zwei Ansätze: zeitgesteuert, oder wertabhängiges Rebalancing. Beim zeitgesteuertem Rebalancing legst Du ein festes Rebalancing-Intervall für Dich fest (z.B. jährlich). Beim wertabhängigem Rebalancing legst Du eine maximale Abweichung von der ursprünglichen Gewichtung fest (z.B. 10%).

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