So baust Du mit einem ETF-Sparplan in kleinen Raten ein großes Vermögen auf

Du möchtest langfristig Vermögen aufbauen, um z.B. fürs Alter vorzusorgen, hast aber noch keine Ersparnisse, die Du investieren kannst? Dann ist ein ETF-Sparplan genau das richtige für Dich.

Bereits ab 1€ kannst Du einen Sparplan einrichten und investierst so regelmäßig in den gewünschten ETF. Natürlich ist eine höhere Sparrate sinnvoll, damit Du ein angemessenes Vermögen aufbauen kannst. 

Lies weiter und ich erkläre Dir, was die Vorteile eines ETF-Sparplans sind, was Du beachten solltest und wie Du Schritt für Schritt einen Sparplan anlegen kannst.

Inhalt

Das wichtigste in kürze über ETF-Sparpläne

  • Mit einem ETF-Sparplan legst Du regelmäßig und vollautomatisch Geld an. Für Deinen langfristigen Vermögensaufbau ist das perfekt
  • Du kannst bei einigen Anbietern bereits einen Sparplan ab 1€ anlegen. Bei vielen anderen ab 25€
  • Für einen ETF-Sparplan benötigst Du ein Wertpapierdepot
  • Du legst einmalig Deine Sparrate fest und in welchen ETF Du investieren möchtest
  • Sparpläne sind sehr flexibel. Du kannst sie jederzeit ändern, pausieren, oder löschen
  • Für einen langfristigen Vermögensaufbau eignen sich z.B.  Sparpläne auf den FTSE All-World , oder ein MSCI-World-ETF

Warum ein ETF-Sparplan eine gute Wahl für Dich ist

Kennst Du das? Du nimmst Dir vor Geld auf die Seite zu legen. Am Ende des Monats ist aber doch kein Geld mehr übrig und Du hast es wieder nicht geschafft. Das macht Dich unglücklich, weil Du weißt, wie wichtig es ist finanziell fürs Alter vorzusorgen.

Mit einem ETF-Sparplan sparst Du ganz automatisch. Und noch dazu legst Du Dein Geld sinnvoll an, sodass es sich vermehren kann. Du richtest den Sparplan nur einmal ein und alles weitere funktioniert selbstständig. Wie das genau geht, erkläre ich Dir weiter unten im Text. Solltest Du den Sparplan pausieren, anpassen oder löschen wollen, geht das auch problemlos.

Vor allem für uns Frauen ist ein eigenständiger Vermögensaufbau unglaublich wichtig. Wenn Du selbst Vermögen aufbaust, wirst Du unabhängig und fühlst Dich sicherer. Ich empfehle auch bei verheirateten Paaren immer eigene Depots zu eröffnen.

Um einen ETF-Sparplan anlegen zu können, benötigst Du ein Wertpapierdepot bei einem entsprechenden Anbieter. Das kann z.B. Deine Hausbank, oder eine Online-Bank sein.

Ein ETF-Sparplan ist schon mit sehr kleinen monatlichen Raten möglich, teilweise sogar ab 1€. Natürlich wirst Du mit 1€ pro Monat kein großes Vermögen aufbauen, aber um zu testen wie ein Sparplan funktioniert und wie es sich anfühlt Geld an der Börse zu investieren, ist es perfekt.

Oft haben Frauen eine noch größere Hemmschwelle sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzten, als Männer. ETF-Sparpläne sind jedoch so einfach, dass sie für alle geeignet sind.

Auch um für die Kinder vorzusorgen, ist ein ETF-Sparplan die ideale Wahl. Spätestens mit 18 Jahren, kommen oft größere Ausgaben, wie der Führerschein, ein Auto, oder Ausbildungskosten zur Sprache. Dann ist es gut, wenn ihr euch bis dahin einen finanziellen Puffer aufgebaut habt. Hier erfährst Du mehr dazu: Junior-Depot-Vergleich

Was ich ganz klar betonen möchte: Ein ETF ist eine langfristige Geldanlage. Du solltest das Geld mindestens 10, besser 15 Jahre investiert lassen. Damit ist ein ETF-Sparplan hervorragend für die Altersvorsorge, den langfristigen Vermögensaufbau und die finanzielle vorsorge für die Kinder geeignet.

Wie funktioniert ein ETF-Sparplan?

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds. Es ist eine passive Form des Geldanlegens. Das bedeutet, dass ein Aktienindex stur nachgebaut wird. Im Vergleich dazu werden bei einem aktiv verwalteten Fonds die Unternehmen, die ge- und verkauft werden, von Menschen ausgesucht. Das Nachbauen eines sowieso schon bestehenden Indexes kostet viel weniger Geld. Das ist auch einer der großen Vorteile der ETFs.

In einem Index ist eine Gruppe von Aktien enthalten. Der Index stellt die Entwicklung dieser Aktien über die Zeit dar.

Bei einem ETF-Sparplan, wird Dein Geld regelmäßig in einen ETF investiert. Du legst fest, in welchen ETF Du investieren möchtest, wie hoch die Investmentsumme ist und wie oft der Sparplan ausgeführt wird. Du kannst z.B. jeden Monat 100€ investieren. Oder Du lässt den Sparplan nur alle 3 Monate mit 200€ ausführen.

Der Sparplan wird bei Deinem Broker eingerichtet. Hier suchst Du in Deinem Depot den ETF aus, den Du besparen möchtest und legst für diesen einen Sparplan an. Danach funktioniert alles vollautomatisch.

Wie Du den richtigen ETF wählst, erfährst Du in meinem Artikel zum Thema: ETF (Wie baust Du ein gutes ETF Portfolio?)

Vorteile

Einmal eingerichtet, läuft ein Sparplan vollautomatisch. Du musst Dich dann um nichts mehr kümmern.

Du kannst einen Sparplan jederzeit ändern, oder löschen.

Viele Anbieter bieten kostenlose ETF-Sparpläne an. ETFs sind an sich schon eine günstige Form der Geldanlage.

Durch die regelmäßigen Käufe bei einem ETF-Sparplan, werden bei hohen Kursen weniger ETF-Anteile und bei niedrigen Aktienkursen mehr Anteile gekauft.

Nachteile

Du benötigst einen langen Atem, um mit einem ETF-Sparplan Vermögen aufzubauen. Bei einem Crash solltest Du Ruhe bewahren können und keine Anteile panisch verkaufen.

Welche ETF Du für den Sparplan auswählst ist entscheidend. Wenn Du nur Nischen ETFs besparst, ist das mit sehr viel Risiko verbunden. Investiere also lieber in breit gestreute ETFs.

Normalerweise hast Du als Aktionär:inn ein Mitspracherecht und kannst an den Hauptversammlungen des Unternehmens teilnehmen. Im falle von ETFs gibst Du dieses Recht an den Anbieter, z.B. ishares, ab.

Die besten ETF-Sparpläne im Vergleich

Bei den aller meisten Anbietern sind ETF-Sparpläne mittlerweile kostenlos. Hier stelle ich Dir eine Auswahl von Top Anbietern vor und vergleiche die Konditionen im Anschluss.

ING ETF-Sparplan

Die ING Diba ist eine Direktbank. Das bedeutet sie ist eine echt Bank mit Banklizenz. Hier kannst Du über 800 kostenlose ETF-Sparpläne anlegen.  Die gängigsten, wie ein MSCI World, oder S&P500 ETF sind hier natürlich dabei.

Die Mindestsparrate beträgt 1€. Für das Depot werden keine Depotführungskosten erhoben.

Es ist also eine super Wahl, wenn Du vorhast wirklich nur ETF-Sparpläne anzulegen. Solltest Du daneben auch Einzelkäufe tätigen wollen, wird es etwas teuer. Hierfür verlangt die ING 4,90€ plus+0,25 % des Ordervolumens. Das geht auch viel günstiger.

Trade Republic ETF-Sparplan

Trade Republic* ist einer der beliebtesten Neobroker auf dem Markt und das zurecht. Neobroker arbeiten immer mit einer Partnerbank zusammen, bei der Du dann Dein Verrechnungskonto eröffnest.

Du kannst hier für über 1.900 ETFs kostenlos einen Sparplan einrichten. Die Depotführung ist kostenlos. Auch bei Einzelordern (Kauf und Verkauf von Wertpapieren) zahlst Du lediglich 1€. Gegebenenfalls benötigst Du eine Einzelorder selbst, wenn Du nur ETF-Sparpläne anlegen möchtest. Nämlich beim Rebalancing kann das der Fall sein.

Als zusätzliches Goodie bekommst Du hier 2% Zinsen, auf das Geld, dass Du nicht investierst und auf dem Verrechnungskonto liegen lässt. Das kannst Du also gleichzeitig als Tagesgeldkonto nutzen. Auch ist es möglich hier bei Einzelkäufen nur einen Bruchteil der Aktie, oder des ETFs zu kaufen.

Scalable Capital ETF-Sparplan

Scalable Capital* ist wie Trade Republic keine echte Bank und Arbeitet daher mit der Baaderbank zusammen.

Das Angebot der kostenlosen ETF-Sparpläne ist hier wirklich gigantisch. Über 2.400 ETFs sind kostenlos im Sparplan handelbar. Für eine Einzelorder zahlst Du 0,99€.

Scalable bietet auch ein großes Angebot an Aktien-Sparplänen an.

Comdirekt ETF-Sparplan

Die Comdirekt* ist eine Direktbank mit Banklizenz.

Hier gibt es ein ETF-Sparplan Angebot von über 900 ETF. Der Sparplan kostet Dich hier 1,5% der Sparrate. Für das Depots werden keine Kosten erhoben.

Ab einer Sparrate von 25€ kannst Du einen ETF-Sparplan einrichten.

DKB ETF-Sparplan

Die DKB* ist eine beliebte Online-Bank. Für die Depotführung werden keine Gebühren verlangt.

Ein ETF-Sparplan kannst Du ab 10€ anlegen. Dieser kostet Dich dann je Ausführung 1,50€.

Deine Orderkosten (Kauf- und Verkaufskosten) sollten immer kleiner gleich 1% des Ordervolumens sein. Das heißt, wenn Du eine monatliche Sparrate von 100€ hast und Dich der Sparplan 1,5€ kostet macht es Sinn den Sparplan nur alle 2 Monate ausführen zu lassen. Dann hast Du 200€ angespart und zahlst dafür 0,75% gebühren.

ETF-Sparplan-Vergleich

Broker/Anbieter

Testurteil

Gebühren pro Sparrate

Depotgebühren

Zum Anbieter

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Euro 1,50 


1,50%

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Euro 1,50

1,50%

kostenlos

So legst Du einen Sparplan in 4 Schritten an

Einen Sparplan anlegen ist ganz leicht. Die Hauptarbeit fällt davor an. Diese 4 Schritte führen Dich erfolgreich zu einem Sparplan:

1. Festlegen Deiner monatlichen Sparrate: Zunächst solltest Du einen Betrag festlegen, den Du wirklich jeden Monat sparen kannst. Das bedeutet noch nicht, dass der Sparplan auch jeden Monat ausgeführt wird. Leg Deine monatliche Sparrate gleich immer nach Gehaltseingang, z.B. Anfang des Monats, zur Seite. Besser noch richtest Du einen Dauerauftrag auf das Verrechnungskonto Deines Depots ein. So kommst Du erst gar nicht in die Versuchung dieses Geld auszugeben.

2. Passende Wertpapiere finden: Das ist eindeutig der wichtigste Schritt. Es gibt unglaublich viele unterschiedliche ETFs. Viele davon sind Nischen-ETFs, die nur Unternehmen aus einer Branche enthalten. Du solltest Dein Geld jedoch breit anlegen. Das nennt man auch diversifizieren. Am einfachsten gelingt Dir das mit eine ETF, der Aktien aus der gesamten Welt enthält. Z.B. einen MSCI World kombiniert mit einem Emerging Markets ETF. Oder Du entscheidest Dich für nur einen einzigen ETF, wie einen ACWI oder FTSE All-World ETF. MSCI World, oder Emerging Markets sind Aktienindizes, die der ETF nachbildet. In meinem Artikel: Was ist ein Index erfährst Du mehr dazu. Für jeden Index gibt es mehrere ETFs, die ihn nachbilden. Das bedeutet, dass Du z.B. noch zwischen 22 MSCI World ETFs auswählen musst. Wenn du lernen willst, wie das geht, komm in die kostenlose Facebook-Gruppe.

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3. Wahl des perfekten Anbieters: Im nächsten Schritt wählst Du den passenden Anbieter bzw. Broker aus. Das ist auch sehr wichtig, denn es gibt für unterschiedliche Anlagestrategien sind auch unterschiedliche Anbieter zu empfehlen. Dein Broker sollte keine Gebühren für das Depot und für den ETF-Sparplan verlangen. Zum Glück bieten das heute sehr viele Anbieter an. Schau Dir hierzu gerne meinen Broker-Vergleich 2024 an.

4. Einrichten des Sparplans: Die meisten Broker bieten eine benutzerfreundliche Oberfläche an, die sehr intuitiv ist. Ich selber habe ein Depot bei Scalable Capital*. Wie Du hier einen Sparplan anlegst zeige ich Dir nachfolgend. Bei den anderen Anbietern funktioniert das genauso.

DAX ETF Suche- Scalable Capital Broker
1. Suche den gewünschten ETF im Suchfeld
DAX ETF Sparplan auswählen- Scalable Capital Broker
2. Wähle beim Wertpapier: "Jetzt einrichten Sparplan" aus
DAX ETF Sparrate festlegen- Scalable Capital Broker
3. Lege Deine gewünschte Sparrate fest.
DAX ETF Übersicht des Sparplans einstellen und überprüfen- Scalable Capital Broker
4. Wähle aus, wie häufig der Sparplan ausgeführt werden soll. Bei der Inflationsanpassung würde Deine Sparrate automatisch erhöht werden. Das kannst Du aber auch manuell ändern. Bei Zahlungsart legst Du fest, von wo die Sparrate abgebucht wird. Und schon bist Du fertig!

So findest Du die passenden ETFs für den Sparplan

Die Wahl der richtigen ETFs ist unglaublich wichtig für Deinen langfristigen Vermögensaufbau. Denn es gibt sehr viele ETFs, die kein Investment wert sind und zudem auch hoch riskant sind. Mit den richtigen ETFs senkst Du also Dein Risiko und legst Dein Geld sicher an.

Du suchst also nach breit diversifizierten ETFs und nicht nach spezifischen Branchen-ETFs. Es ist riskant nur in eine Branche, oder einen Sektor zu investieren. Bei einer Finanzkrise sind oft einzelne Branchen und nicht alle Unternehmen auf einmal betroffen. Das hat sich beispielsweise bei der Coronakrise gut gezeigt. Die Reisebranche und die Eventbranche wurden hart getroffen. Jede Krise bringt aber auch Chancen mit sich. So haben Online Unternehmen, wie Amazon, oder Ebay stark profitiert. Auch Streamingdienste, wie Netflix, sind als Gewinner aus der Krise hervorgegangen.

Deshalb suchst Du einen ETF, der in unterschiedliche Unternehmen, aus unterschiedlichen Sektoren, weltweit investiert.

Jeder ETF bildet einen bestimmten Index nach. Du wählst also zuerst einmal den Index aus, in den Du investiere möchtest. Das ist dann z.B. der MSCI Word Index, oder der S&P500 Index. Zu jedem Index haben unterschiedliche Fondsgesellschaften dann einen passenden ETF erstellt. Das heißt, dass es zu jedem Index mehrere ETFs gibt. Wie du den richtigen ETF für den gewünschten Index wählst, kann ich dir beibringen. Komm in die kostenlose Facebook-Gruppe.

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Es ist entscheidend für Deinen Anlageerfolg und für Deinen Vermögensaufbau die richtigen ETFs auszuwählen. Nimm Dir dafür also genügend Zeit. Schau Dir selber die Factsheets an und verstehe in was Du investierst. Nur so kannst Du Dich auch sicher und wohl mit Deiner Geldanlage fühlen.

Wertentwicklung eines ETF-Sparplans

Wie sehr sich ein ETF-Sparplan im Vergleich zu einem Banksparplan (z.B. auf einem Tagesgeldkonto) lohnt, will ich Dir hier einmal anschaulich verdeutlichen.

Vergleich der Wertentwicklung zwischen ETF-Sparplan (7% Zinsen) und Banksparplan (2% Zinsen), Quelle: eigene Berechnung finazlocke.de

Zur Zeit gibt es wieder mehr Zinsen auf das Tagesgeldkonto, daher habe ich großzügig mit 2% Zinsen pro Jahr für das Banksparen gerechnet. Die aktuell wieder höheren Zinsen, können sich jederzeit wieder ändern.

In der Vergangenheit hat ein MSCI World ETF im Schnitt 7% pro Jahr erwirtschaften können.

Die monatliche Sparrate beträgt in diesem Beispiel 350€.

Der Vermögensunterschied wird nach 15 Jahren immer größer. Nach 40 Jahren mit gleicher Einzahlung (insgesamt 168.000€), ist der Vermögensunterschied gigantisch. Mit einem ETF-Sparplan hättest Du dann 613.823€ mehr in der Tasche, als wenn Du Dein Geld “nur” auf ein Tagesgeldkonto gelegt hättest, nämlich 870.259€.

Du siehst also, wie sehr sich das Investieren in Aktien und ETFs lohnt. Und dabei ist es mit sehr geringem Risiko verbunden.

Warum Krisen und Marktschwankungen super für ETF-Sparplänen sind

Finanzkrisen werden von fast jedem gefürchtet. Kein Wunder, in den Medien wird es auch immer so dargestellt, dass Du bei einem Crash all Dein Geld verlieren wirst. Mit einem diversifizierten Portfolio ist aber genau das Gegenteil der Fall. Wie ist das möglich?

Bei einem Crash fallen die Aktienkurse. Das bedeutet erst mal, dass Deine ETF-Anteile weniger wert sind. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass Du jetzt günstiger einkaufen kannst. Du bekommst also für weniger Geld mehr Anteile. Wenn die Kurse dann in Zukunft wieder steigen – und das werden sie zwangsläufig – sind Deine gekauften Anteile plötzlich viel mehr wert.

Da Du mit einem ETF-Sparplan immer gleichviel Geld investierst, werden immer unterschiedlich viele ETF-Anteile erworben. Eben genau je nachdem, wie der Kurs im Moment steht. Du kaufst also zu unterschiedlichen Marktphasen ein. Bei hohen Aktienkursen werden weniger Anteile gekauft und bei niedrigeren Kursen werden mehr Anteile gekauft. Das wird auch als Cost-Average-Effekt bezeichnet.

Cost-Average-Effekt

Cost-Average-Effekt bei einem ETF-Sparplan

Auf eine längere Laufzeit gerechnet, folgt der ETF einem langfristigen Trend. Der MSCI World hat beispielsweise in der Vergangenheit im Schnitt 7% Rendite pro Jahr erwirtschaftet.

Das einzige Risiko bei einem Crash bist also Du selber. Denn Du solltest nie in Panik geraten und anfangen Deine ETF-Anteile zu verkaufen. Am besten investierst Du bei niedrigen Kursen sogar noch mehr Geld. Das zu verinnerlichen kann am Anfang etwas schwierig sein, es wird sich aber auszahlen für Dich.

Darauf solltest Du achten

Bei einem ETF-Sparplan solltest Du vor allem darauf achten, dass die Kosten Deines Anbieters niedrig sind. Bei den gängigen Online-Brokern, wie Scalable Capital*, oder Trade Republic* sind die meisten Sparpläne kostenlos. Bei Scalable Capital kannst Du auch kostenlose Aktien-Sparpläne anlegen. Das nutze ich beispielsweise auch selber.

ETFs bilden immer einen bestimmten Index nach. Das gelingt nicht immer exakt. Daher wird die Tracking-Differenz beim ETF angegeben. Diese zeigt Dir den Wertentwicklungsunterschied zwischen dem ETF und dem Vergleichsindex nach einem bestimmten Zeitraum (z.B. am Jahresende). Performt Dein gewählter ETF schlechter, als der Index, entgeht Dir Rendite.

Wenn Du Dich für mehr als einen ETF im Portfolio entscheidest, solltest Du regelmäßig Rebalancing. Was das genau ist und wie es funktioniert, kannst Du in meinem Artikel dazu lesen: Rebalancing bei ETFs inkl. Rechner.

Sparplan oder Einmalanlage?

Wenn Du Dich fragst, ob ein Sparplan, oder eine Einmalanlage sinnvoller ist, ist meine Antwort: Eine Kombination aus beidem.

Solltest Du schon Ersparnisse besitzen, investiere diese als Einmalanlage in einen ETF und lege dann einen Sparplan für den gleichen ETF an. Es ist nämlich so: Je mehr Geld Du investiert hast, desto stärker profitierst Du vom Zinseszinseffekt.

Bei einer monatlichen Sparrate von z.B. 100€ dauert es natürlich sehr lange, bis sich etwas Geld angehäuft hat. Die Rendite erhältst Du ja immer auf Dein investiertes Vermögen.

Hier ist mal eine Vergleichsrechnung mit Einmalanlage und einem Sparplan:

Jahre

Einmalanlage

Sparplan

1.

53.500€

1.307€

5.

70.127€

7.520€

10.

137.951€

18.068€

20.

193.484€

53.612€

30.

380.612€

123.533€

40.

748.742€

261.077€

Vermögensentwicklung einer Einmalanlage (50.000€) und eines Sparplans (105€ monatlich), Quelle: eigene Berechnung finanzlocke.de

Die Einmaleinzahlung wird mit 50.000€ angenommen und die monatliche Sparrate mit 105€. Damit sind die Einzahlungen in etwa gleich.

Die Einmalanlage erzielt deutlich höhere Gewinne, da hier der Zinseszinseffekt von Anfang an besser wirken kann.

Wer hat jedoch schon 50.000€ als Ersparnisse? Mit einem ETF-Sparplan kannst Du eben auch mit kleinen Raten ein großes Vermögen aufbauen. Es benötigt nur Zeit und Durchhaltevermögen von Dir.

ETF-Sparplan: Steuern und rechtliche Aspekte

Ich bin keine Steuerberaterin und die Steuergesetze ändern sich ständig. Solltest Du jedoch aufgrund der Steuer Hemmungen haben in ETFs zu investieren, will ich Dir hiermit die Angst nehmen.

Du zahlst auf Gewinne, die mit ETFs erzielt werden die Kapitalertragssteuer. Diese liegt derzeit bei 26,375% (ohne Kirchensteuer). Diese Steuer ist ein Quellsteuer. Das heißt, sie wird direkt von der Quelle einbehalten und Du musst Dich um nichts kümmern. Daher wird sie auch als Abgeltungssteuer bezeichnet. Deine Steuerschuld wird direkt „abgegolten“.

Das sind Kapitalerträge, auf die Du Steuern zahlst:

  • Zinsen z.B. auf Dein Tagesgeldkonto
  • Dividendenzahlungen: Das sind Gewinne, welche die Unternehmen regelmäßig ausschütten. Du erhältst Dividendenzahlungen ausbezahlt, wenn Du in ausschüttende ETFs investierst.
  • Realisierte Kursgewinne: Auf gestiegene Kurse Deiner ETFs zahlst Du noch keine Steuern. Erst, wenn Du Deine Anteile verkaufst, erzielst Du damit Gewinne und zahlst Kapitalertragssteuer darauf.

Wenn Du Dich für einen thesaurierenden ETF (die Ausschüttungen werden wieder reinvestiert und nicht ausbezahlt) entscheidest, wird eine Vorabpauschale verlangt. Wie diese genau berechnet wird, zeige ich Dir in meinem Artikel Thesaurierend bei ETFs: Was bedeutet das?

Jedes Jahr kannst Du den sogenannten Sparer-Pauschbetrag für Dich ausnutzen. Im Jahr 2024 beträgt dieser für Einzelpersonen 1.000€ und für Verheirate 2.000€, die Du steuerfrei aus Kapitalerträgen erwirtschaften kannst. Dieser tritt jedoch nicht automatisch in Kraft. Du solltest dafür bei Deinem Anbieter bzw. Broker einen Freistellungsauftrag einrichten. Hast Du mehrere Depots, kannst Du den Betrag auch beliebig aufteilen. Es ist auch kein Problem, wenn Du die Einrichtung des Freistellungsauftrags vergessen solltest. Mit Deiner Steuererklärung bekommst Du die zu viel bezahlten Steuern zurück.

Auch hat jeder Bürger in Deutschland eine Grundfreibetrag. Im Jahr 2024 sind das 11.604€Diesen Betrag darf jeder steuerfrei verdienen, egal aus welchen Einnahmequellen. Angenommen Du bist z.B. Student:inn und verdienst jedes Jahr 7.500€. Gleichzeitig besitzt Du ein üppiges Depot, welches Dir jährlich 2.000€ Gewinne erwirtschaftet. Damit bleibst Du mit 9.500€ unter der Freigrenze und zahlst keine Kapitalertragssteuer auf Deine Gewinne.

Der Unterschied zwischen einem Freibetrag und einer Freigrenze ist, dass wenn Du die Freigrenze um nur 1€ überschreitest, auf die gesamte Summe Steuern zahlen musst. Ein Freibetrag wird dir quasi abgezogen und Du musst nur das restliche Geld versteuern.

Fazit: Deshalb sollte jede:r einen ETF-Sparplan einrichten

Jede:r kann heutzutage einen ETF-Sparplan anlegen und das mit wenig Aufwand und großem Nutzen. Bereits ab 1€ kannst Du bei manchen Anbietern in Aktien und ETFs investieren.

ETF-Sparpläne sind einfach, flexibel und vor allem sinnvoll. Du kannst mit kleinen Raten Dein Vermögen aufbauen und so optimal fürs Alter vorsorgen. Du kannst jederzeit die Sparrate anpassen, den Sparplan ändern, oder löschen.

Einmal eingerichtet musst Du Dich um nichts mehr kümmern. Automatisch wird der Sparplan regelmäßig für Dich ausgeführt und Deine gewünschten ETF-Anteile gekauft.

Leg am besten noch heute einen ETF-Sparplan an und bau Dir so langfristig ein Vermögen auf. Du bist noch unsicher, welcher Anbieter dafür am geeignetsten ist? Dann schau Dir gerne meinen Broker-Vergleich für 2024 an.

Häufig gestellte Fragen

Ein Sparplan ist sehr flexibel. Du kannst ihn jederzeit ändern, oder beenden.

Es fallen ggf. Transaktionskosten, Verwaltungsgebühren und Aufgabeaufschläge an. Vergleiche hier die Anbieter und die Kosten.

Bei einem Crash fallen die Aktienkurse. Das bedeutet, dass die ETF-Anteile günstiger sind. Du kaufst in einem Crash also automatisch günstige Anteile.

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